Den Brennerpass haben wir ja bisher immer vermieden, aber einmal wollten wir diese Strecke dann schon auch machen. Neben der schlimmen, aber natürlich wichtigen Autobahn gibt es die sog. "alte Brennerstraße", auf der auch immer relativ viel Autoverkehr ist. Für die Radler steht aber noch eine zweite Nebenstrasse zur Verfügung und die lässt sich ganz wunderbar radeln. Von Innsbruck aus ist es schon recht steil und mit viel Verkehr verbunden, aber einmal oben angekommen, bekommst Du feinsten Ausblick. Staunend auf die wunderbare Bergkulisse rund herum, etwas neidvoll auf die durchtrainierten Rennradler, die uns locker stehenlassen und mitleidig auf die Autos im Stau auf der (fernen) Autobahn! Der letzte Abschnitt zur Brennerhöhe ist dann noch einmla sehr steil, das Outlet-Center-Gewusel am Pass verwirrt unserer Sinne. Obwohl uns nach Essen und Pause zu Mute ist, fahren wir weiter, denn ab jetzt geht es bis nach Bozen.....
Italien ist nirgendwo wirklich flach - nur in der Po-Ebene. Und die haben wir uns wegen schweren Regens diesmal mit dem Zug gegönnt. Ab Bologna ging es dann mittags weiter - Sonne kam auch gleich zurück.
Im Apennin gibt es dutzende an Routen über das Gebirge und jeder Radler glaubt , dass seine die einzig wahre sei. Wir haben uns für den Weg über Bologna - Sasso Marconi - Lago di Suviana - Tobbiana - Prato - Firenze entlang dem Eurovelo 7 gegönnt
Aus dem Appenin nach Florenz zu fahren ist spannend, weil man zuerst durch das relativ schmucklose Prato kommt und dann auch durch Aussenbezirke in die Stadt Florenz. Wie überall auch hier viel Verkehr und Industriegebiete und Bereiche, in denen die Italiener einfach wohnen. Wir haben uns einen Spaß aus einer schnellen Fahrt mit dem Autoverkehr gemacht, in den wir unse infach eingespeist haben. Umso schöner der Moment wenn man dann das Ufer des Arno erreicht und der Blick auf die Altstadt sich öffnet. Für die Museen hatten wir , verschwitzt und bissle erschöpft von der Hitze keine Zeit. Aber wegen der Menschenmassen wären wir ja auch nicht wirklich hineingekgommen. Ein gutes Pranzo am Fluss war auch super.
Die Toscacna beginnt schleichend und für uns kam es sehr überraschend. Aber plötzlich bist du drin in dieser ganz besonderen Landschaft mit ihrer Magier aus GRÜN in wirklich allen Schattierungen, sanftem Wind, der über das Land streicht, leichtem Nebel, der alles verschmelzen lässt und einer Magie, die man wohl nur hier findet.
Auf dem Weg nach Rom wimmelt es von alten Römerwegen, die sogar das navi noch heute kennt. Wir werenalso safe und sicher durch die alten Eichenwälder geführt, in denen immer wieder Wallanlagen, kleine historische Siedlungen und antike Stätten auftauchen. Das ganze hat den Charme eines gigantischen Freilichtmuseums. Kurz vor der Stadtgrenze wird es dann erst. Soldaten aus der Legion begrüßen uns und laden uns zu den Festspielen auf der Waldwiese ein. Natürlich sind wir dabei, wenngleich etwas fremdelnd mit unserer Funktionskleidung inmitten von den historischen Uniformen, Umhängen und Roben. Überall Gaukler, Händler, Wahrsager-innen und Schwerkämpfer. Altrömisches Trachtengaufest könnte man sagen!
In Rom haben wir zwei Sachen gemacht: Einen Tag die klassische Runde mit allen Sights. Am zweiten Tag eine Rundfahrt zu den Kirchen mit jeweils einem Caravaggio Gemälde und ein Besuch in der Villa Borghese. Neben dem Verkehr und abseits der Touristenmassen und dazu auch keine Öffies gebraucht. Und immerhin noch ca. 40 km am Tag durch die Stadt.